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Es begab sich an einem Wochenende im Juni, als ich bei einer Party in Mainz eingeladen war und dort eine Mainzer Band namens April Moon auftrat, die sich sofort positiv in meine Gehörgänge geschraubt hat. 8 Leute quetschten sich auf eine Minibühne und gaben unplugged ihr Bestes, was bei dem Lärm der angeheiterten Gäste nicht so einfach war. Dennoch verschaffte sich Uwe Juras mit seiner sehr einnehmenden Stimme Gehör. Alleine beim Zusehen bekam man sofort mit, daß die Bandmitglieder gut harmonieren und Spaß an der Musik haben, was sich natürlich außerordentlich positiv auf die Performance auswirkte. Zwei eigene Songs gab die Band zum Besten, die restliche Zeit wurde äußerst gekonnt gecovert, und zwar vornehmlich im Pool der besten Bands: R.E.M., The Calling, Deep Blue Something uva.
Die beiden eigenen Songs machten mich so neugierig, daß ich mir gleich Vorort die CD Suddenly September gekrallt habe und der Kauf hat sich sehr gelohnt.
Ein sauber produziertes Studio Album, mit auffällig schönem Inlay und Liedern die unter die Haut gehen.
Vom Genre her, ließe sich April Moon am ehesten mit Folkrockpop beschreiben, wobei die Stimme von Uwe Juras mich ein wenig an Heppner erinnert. Eingängige Melodien, vor allem "Summer Rain" ist für mich ein absoluter Ohrwurm, und eine interessante und vielseitige Instrumentierung machen die Quintessenz der Platte aus. Besonders gelungen finde ich die Coverversion von "Luka", allerdings ist der Opener "Suddenly September" mein absoluter Favorit.
Gegründet wurde die achtköpfige Band 1999 und war schon auf unzähligen Konzerten zu bewundern.
Auf der Homepage habt Ihr die Gelegenheit zu Hörproben, könnt auch genau da die CD bestellen und seht auch gleich, wo April Moon als nächstes zu sehen sein wird und einen Live Auftritt solltet Ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen, vor allem das bezaubernd schüchterne Lächeln der blonden Laura (Violine) und den charmanten Sonnyboy Mike (Keyboards).
Und nun wird mich noch im Schlaf der weitere Ohrwurm "Pray to the Moon" begleiten. Schön, daß es in Deutschland so gute Bands gibt!
Punkte: 5 von 5
Link zum Original-Review
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