April Moon zaubert Novemberstimmung
Feinfühliger Folk-Pop aus Ober-Olm

Die Lokale Zeitung, November 2004


Aus der lebendigen Musikszene im Mainzer Umland hat sich 1999 eine Formation zusammengefunden, um unkomplizierte Popsongs mit Folkeinflüssen zu schaffen. April Moon sind eines dieser Phänomene, bei denen man sich beim ersten Hören sofort fragen wird, woher man diese Band kennt. Hootie & The Blowfish oder etwa die Counting Crows?
Dabei getrauen sich die acht Musiker einfach unbefangen eingängige Melodien zu spielen, was auch genau der Grund dafür ist, warum die Musik des kleinen Ober-Olmer Folk-Orchesters vertraut, aber doch nicht nachgeahmt klingt. Oliver Lanka und Laura Werner verleihen den Songs, die von der charismatischen Stimme des Sängers Uwe Juras geprägt werden, mit Akkordeon und Violine deutliche Folk-Konturen.
So geht es auf ihrer 2004er Debüt-CD "Suddenly September" ein bisschen sehnsüchtig melancholisch und mit anmutigem Schwung durch das zauberhafte "Summer Rain".
Das gesamte Album dominieren Eigenkompositionen, die in Charme und Einprägsamkeit den Liedern einer Suzanne Vega nicht nachstehen. Doch trotz der intimen Song-Atmosphäre spielen April Moon keine Nostalgie-Folklore, sondern überraschen mit hitverdächtigen Arrangements, die durch schönen Satzgesang und dezente E-Gitarren-Soli von Jens König überzeugen. Das Spektrum der Saiten-Arbeit erweitern die tragenden Akkorde der Akustik-Gitarre von Daniel Franz. Keyboarder Mike Brühl präzisiert die feinfühlige Rhythmusabteilung mit Schlagzeuger Uwe Charissé und Bassist Sebastian Ritter.
Wer Musik von den Crash Test Dummies oder Fury In The Slaughterhouse mag, sollte auch Gefallen an April Moon finden.
Infos und Hörproben gibt es auf www.aprilmoon.de

Andreas Schermer

Link zum Original-Review

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